roter strich

 

J a c o b – B ö h m e - P r e i s

2019

Die Vertreter der IJBG e.V. und der OLGdW in der paritätisch besetzten Jury haben sich dafür ausgesprochen, den 4. Jacob-Böhme-Preis an Guilia Baldelli, M.A., aus Stuttgart zu vergeben.

Zur Person der Preisträgerin:

Frau Baldelli arbeitet derzeit an ihrer Promotion zum Thema »Form des Formlosen. Jakob Böhmes Poetik des mystischen Schreibens« im Bereich Literaturwissenschaft der Universität Stuttgart. Sie  ist zudem Mitarbeiterin der Jacob-Böhme-Forschungsstelle am Institut SRC Text Studies, die vor kurzem eingerichtet wurde, um die Arbeit an der seit langem dringend erforderlichen Neu-Edition der Schriften Jacob Böhmes voranzubringen. Das Institut ist der Universität Stuttgart angegliedert.

Der Preis wird ihr für die Arbeit mit dem Titel:

»Mein Büchlein [wird] in etlichen Tagen von der Presse kommen‹: Die Schrift Von der wahren Gelassenheit im Lichte ihrer Druckgeschichte und Editionspraxis in Der Weg zu Christo« 

zuerkannt.

 

Ausschreibungstext:

Die Internationale Jacob Böhme Gesellschaft e.V. mit Sitz in Görlitz (IJBG) und die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften (OLGdW) loben für das Jahr 2019 zum 4. Mal gemeinsam den „Jacob-Böhme-Preis“ aus. Der akade­mi­sche Nachwuchs bis zu einem Alter von 35 Jahren wird einge­laden, bis zum 15. März 2019 eine Arbeit zum Thema „Jacob Böhme im Dialog“ einzureichen. Beiträge zu den Gesprächen Böhmes z.B. in der „Christo­sophia“ (Ausgabe von 1730), zu seinen Korrespondenzen sowie zu seinem Austausch mit Zeitgenossen sind willkommen.

Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von der Internationalen Jacob Böhme Gesellschaft in Görlitz getragen. IJBG und OLGdW wollen mit dieser Auszeichnung eine herausragende Leistung bei der Erforschung von Leben und Werk Jacob Böhmes würdigen. Die Arbeiten können historische oder biographische wie auch philosophische und philo­sophie­geschicht­liche Fragestellungen aufgreifen. Der Preisträger wird unter Aus­schluss des Rechtsweges durch ein Preiskomitee gekürt. Bei mehreren preiswürdigen Arbei­ten kann der Preis geteilt werden. Er wird auf der Frühjahrstagung der OLGdW 2019 überreicht.

 

Die 1779 gegründete Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften gehört zu den ältesten Gelehrtengesell­schaften Europas. Nach der erzwungenen Auflösung der Gesellschaft 1945 erfolgte 1990 ihre Wiedergründung. Seither konnte die Gesellschaft in zunehmendem Maße an ihre reiche Tradition anknüpfen und eine Vielzahl ihrer wissenschaft­lichen Aktivitäten wiederbeleben. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts gab sie das Lausitzische Maga­zin heraus, das dann ab 1821 als Neues Lausitzisches Magazin  (NLM) fortgeführt wurde und bis zu seiner kriegs­bedingten Einstellung 1944 zu den führenden regionalgeschichtlichen Periodika Deutschlands gehörte. Es wird seit 1998 in Neuer Folge herausgegeben. Ebenso gehört es zu den Aufgaben der Gesellschaft, die historische Forschung zur Oberlausitz zu fördern und insbesondere junge Wissenschaftler an die Besonderheiten der Geschichte dieser Region heranzuführen. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde dafür jeweils eine Preisaufgabe gestellt, in dessen Folge sich alsbald anerkannte Historiker erstmals hervortun konnten.

Die Arbeit der 2001 gegründeten Internationalen Jacob Böhme Gesellschaft ist dem Leben und Werk dieses Denkers und Schriftstellers gewidmet. Die IJBG verfolgt den Anspruch, die ambitionierte wissenschaftliche und künstlerische Beschäf­tigung mit Jacob Böhme zu fördern, die Erforschung und Darstellung seiner Lehre, seiner Schriften, seiner Quellen und Nachwirkung sowie der historischen Umstände seines Lebens zu unterstützen sowie ein Forum zu schaffen für den Austausch zwischen Wissenschaftlern, Künstlern und anderen am Werk Jacob Böhmes Interessier­ten. Die IJBG kooperiert hierzu mit der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften (OLB) in Görlitz, die mit ihrer reichen Sammlung an Böhme-Ausgaben und Forschungsliteratur vor Ort ideale Voraussetzungen bietet sowohl für die Auseinandersetzung mit Fragen der Philologie als auch für die Vertiefung in Einzelaspekte der Böhmeschen Lehre. Die Satzung zum „Jacob-Böhme-Preis“ ist auf der Startseite der OLGdW unter http://www.olgdw.de/jacob-boehme-preis/satzung.html nachzulesen. Weitere Informationen können per E-Mail unter "Kontakte" an­ge­­fordert werden.

 

Jacob Böhme-Preis

2018

Die Jury bestehend aus Vertretern des IJBI und der OLGdW ist zum Entschluß gekommen, der von Martin Renghart eingereichten Arbeit "Was er trifft, das trifft er" - Das Bild vom "Platzregen" bei Luther und Böhme den zum 3. Mal ausgeschriebenen Jacob-Böhme-Preis zu verleihen.

Begründung:

Die interessante, materialreiche und historisch argumentierende Arbeit wird mit Sicherheit dazu beitragen, das Verhältnis Böhmes zum Werk Luthers neu einschätzen zu können. Der Einfluß der Lutherbibel auf Böhmes Sprachkraft bleibt in der Tat ein bedeutsames Phänomen. Was unter einer "Reformation der Reformation" zu verstehen ist, läßt sich vermutlich ohne Rekurs auf die Sprache nicht zureichend eruieren.

 

Jacob – Böhme - Preis

2017

Die Internationale Jacob Böhme Gesellschaft Görlitz (IJBG) und die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften (OLGdW) haben für das Jahr 2017  gemeinsam den „Jacob-Böhme-Preis“ ausgelobt. Der akademische Nachwuchs bis zu einem Alter von 35 Jahren war aufgefordert, eine Arbeit zum Thema „Jacob Böhmes  ‘Reformation der Reformation‘ und sein Verhältnis zu Martin Luther“ einzureichen.

Der Preis ist stets mit 1000,00 Euro dotiert und wird von der Internationalen Jacob Böhme Gesellschaft Görlitz getragen. IJBG und OLGdW wollen mit dieser Auszeichnung eine herausragende Leistung bei der Erforschung von Leben und Werk Jacob Böhmes würdigen. Die Arbeiten können historische, biographische wie auch philosophische und philosophiegeschichtliche Fragestellungen aufgreifen.

 

Die Preisträger werden unter Ausschluss des Rechtsweges durch ein Preiskomitee gekürt. Bei mehreren preiswürdigen Arbeiten kann der Preis geteilt werden. Er wird auf der Frühjahrstagung der Gesellschaft 2017 überreicht.

Redaktionelle Richtlinien für Autoren im Neuen Lausitzischen Magazin und anderen Publikationen der OLGdW sowie für Preisarbeiten im Rahmen des "Hermann-Knothe-Preises" und des "Jacob-Böhme-Preises".

 


 

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 Dr. Thomas Regehly von der Internationalen Jacob Böhme-Gesellschaft mit den beiden Preisträgern 2015

 Am 25. April 2015 fand die Verleihung des Jacob-Böhme-Preises statt, der gemeinsam von der Internationalen Jacob Böhme Gesellschaft e.V. und von der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften e.V. vergeben wurde.

Die Preisträger 2015 sind Dr. Tünde Beatrix Karnitscher aus Budapest und Dr. Filips Defoort aus Belgien. Frau Kanitscher hat eine Studie zu den Rezipienten der Briefe und Sendschreiben Jacob Böhmes vorgelegt, während Herr Defoort einen Artikel zu dem auch heute noch aktuellen Thema der Prädestination geschrieben hat.  Wir gratulieren den beiden Preisträgern.

 

In 2013 konnte der Jacob-Böhme-Preis zum ersten Mal verliehen werden, der in Kooperation zwischen der Internationalen Jacob Böhme-Gesellschaft und der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften (OLGdW) ins Leben gerufen wurde und alle zwei Jahre vergeben werden soll.
Der Preis wurde in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Görlitz, Siegfried Deinege, am 20. April 2013 vergeben. Er ging an Dr. Cecilia Muratori, München, die mit ihrer Arbeit über „Der Zauber und die Eiche. Hegels ‚Befreiung’ der philosophischen Sprache Jacob Böhmes“ die Philosophie des Görlitzer Philosophen in ihrer Spiegelung bei Hegel untersuchte.

Weitere Informationen über den Jacob Böhme-Preis und die Oberlausitzischen Gesellschaften der Wissenschaften finden Sie hier.